Der heftige Regen, der am Mittwoch begann, ist nicht weg, aber der Tod und die Zerstörung, die er über Europa gebracht hat, sind bereits außergewöhnlich. In Deutschland hat es bis Freitag 93 Menschenleben gefordert, Hunderte werden noch vermisst. Belgien hat mindestens ein Dutzend Tote erlebt.

Bilder aus ganz Europa und insbesondere aus Deutschland zeigen Dolinen, die Häuser und Gebäude verschluckten. Straßen, die von einst ordentlichen Häusern und Geschäften gesäumt waren, wurden ausgeweidet, ihre Abwasser- und Versorgungsleitungen sind jetzt freigelegt. Autos wurden von Wassermassen mitgerissen und kopfüber oder umgekippt gegen Bäume abgesetzt. Häuser wurden geräumt, ihr Inhalt in nässende Schlammgruben gemischt.

Die reißenden Flüsse haben auch Mobilfunkmasten und Glasfaserkabel mitgerissen, was die Rettungsbemühungen und die Suche nach vermissten Personen weiter behindert.

Sogar einige der Deiche, die Holland lange Zeit schützten, wurden von Wasserständen überwunden, die seit Ausbruch des Ersten Weltkriegs nicht mehr gesehen wurden.

Deutschland scheint die schlimmsten Todesfälle und Schäden durch außer Kontrolle geratene Flüsse erlitten zu haben. Im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler, dem Ort des Dorfes Schuld, seien 1300 Menschen vermisst, teilten Beamte am Donnerstag mit, dass die Ahr durch die Gemeinden gerissen sei. Die düstere Erwartung ist, dass viele der Vermissten nicht überlebt haben.

Das wogende Wasser der Erft hat am Freitag drei Häuser und einen Teil einer Burg in Erftstadt-Blessemtown beansprucht. Anwohner, die noch nicht geflohen waren oder Notfallbefehle ignoriert hatten und zurückkehrten, um zu sehen, was von ihrem Eigentum übrig war, strandeten und mussten per Boot gerettet werden.

In den betroffenen Teilen Deutschlands sind inzwischen Tausende Menschen obdachlos.

Politiker aller Parteien fordern die Einstellung des Wahlkampfs in Deutschland.

Die Überschwemmungen ereigneten sich in der gleichen Woche, in der Europa seinen ehrgeizigen Plan vorstellte, sich von fossilen Brennstoffen abzuwenden, um den Klimawandel abzuschwächen und bis 2050 klimaneutral zu werden. Frank-Walter Steinmeier, der deutsche Bundespräsident, gehörte zu den vielen, die die Verwüstung mit der Notwendigkeit eines Abkommens in Verbindung brachten mit dem Klimawandel.

„Nur wenn wir gegen den Klimawandel vorgehen, können wir die Ereignisse, die wir jetzt erleben, in Grenzen halten“, sagte er.

Fotos aus den verwüsteten Gebieten zeigen, wie weit die Überschwemmungen über diese Grenzen hinausgegangen sind.


Eine einst belebte Einkaufsstraße in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist zu einer Deponie für hochwassergeschädigte Ware geworden.

Die Zerstörung in Teilen des Erftstadter Stadtteils Blessem ist abgeschlossen.

Die Aare verwandelte einen Gastgarten im schweizerischen Bern in einen Teich.

Eine beschädigte Brücke über die Ahr in Schuld, Deutschland.

Ein Rad ist der einzige deutliche Hinweis darauf, dass in Schuld ein Fahrzeug unter Schlamm und Schutt begraben liegt.

In Bad Neuenahr-Ahrweiler hat ein Baum ein anderes Auto erwischt, als es vom Hochwasser mitgerissen wurde.

Der vom Wasser unterspülte Schotter, die Schienen der Gleise im belgischen Jemelle, nahmen das Aussehen einer Achterbahn an.

Eine Kirche und ein Friedhof nach dem Hochwasser in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Schuld, eine der am stärksten verwüsteten Städte Deutschlands, lag am Freitag in Trümmern.

Die erhaltenen Gebäude von Schuld sind heute von Trümmern der von der Ahr weggefegten Strukturen umgeben.

Mit Wasserständen in Höhen, die seit 1911 nicht mehr gesehen wurden, wurden Teile der Niederlande überflutet, darunter auch Wessem.

Überschwemmungen strandeten einen Zug kurz vor einem Bahnhof in Kordel, Deutschland.

Nachdem die Maas über die Ufer getreten war, wandten sich die Menschen im belgischen Lüttich an Schlauchboote.

Die Ahr fegt an den Zerstörungen vorbei, die sie Insul, Deutschland, gekauft hat.

Ein Campingplatz in Roermond, Niederlande, liegt unter Wasser.

Auf einigen Straßen in Valkenburg, Niederlande, konnten nur ein großer LKW und ein Frontlader fahren.

Ein Aussichtspunkt am Vierwaldstättersee in der Schweiz wurde Teil des Sees selbst.

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